Irkutsk

Nach unserem Ausflug nach Olchon wollten wir uns Zeit nehmen, um Irkutsk anzuschauen. Die Altstadt von Irkutsk ist nicht besonders gross und somit gut in ein paar Stunden abzulaufen. Da Irkutsk auch zu Sowjetzeiten für Besucher offen war, ist es recht gut auf Touristen eingestellt. In vielen Restaurants gibt es englische Speisekarten, es gibt touristische Wegweiser auf Englisch und sogar einen mit einer grünen Linie markierten Stadtrundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Vor den Sehenswürdigkeiten stehen Schilder mit Infos auf Russisch und auf Englisch. Soviel Englisch haben wir noch in keiner russischen Stadt gesehen!

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Wenn Lenin das wüsste, er würd sich im Grab umdrehen…

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Typisches sibirisches Holzhaus.

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Ohne Worte

 

Unsere Hostel-Mama im „Mama Hostel“ sprach sogar Deutsch. Das Hostel war klein, gemütlich, zentral, aber trotzdem ruhig, in einem typisch sibirischen, alten Holzhaus; es gab eine verschmuste Katze und Hostel-Mama Galina hat uns verwöhnt und unsere Wäsche gewaschen. Am Morgen kamen acht deutsche Trans-Sib-Reisende an und Galina füllte uns alle mit Blinis ab, während wir lustig plauderten.

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Mama Hostel

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Schmusekatze vom Hostel

 

Infos Kirgistan

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Camping in Kirgistan

Campingplätze wie man sie in Europa kennt, gibt es in Kirgistan nicht.

Wild zu campieren ist jedoch in Kirgistan kein Problem. Es gibt genügend schöne Plätze, an denen man für sich ist (vielleicht abgesehen von ein paar Pferden o.ä.). Am besten entfernt man sich dafür von der Hauptstrasse entlang einer Nebenstrasse und stellt sich dann irgendwo auf die Wiese; z.B. geschützt hinter einen Hügel oder in einiger Entfernung zum nächsten Dorf. Oft kann auch in Nationalparks oder bei Sehenswürdigkeiten übernachtet werden. Dort gibt es meist Plumps-Hock-Klos, die benutzt werden können. Da Kirgistan grösstenteils aus Hochgebirge besteht, kann es auch im Sommer und vor allem in den Nächten empfindlich kalt werden und sogar schneien.

Strassenverhältnisse

Die wenigsten kirgisischen Strassen sind asphaltiert. Meist handelt es sich um Pisten, deren Zustand stark variiert. Auf kleinen Nebenstrassen in den Bergen ist teilweise ein 4WD-Fahrzeug notwendig. Es lohnt sich, Einheimische über den Strassenzustand oder die beste Route zu einem Ziel zu befragen. Der direkte Weg ist nicht immer der schnellste. Zudem sind einige Strassen nur saisonal geöffnet. Viele Strassen führen über hohe Pässe (>3000 m), die nur im Sommer geöffnet sind. Mit tiefen Schlaglöchern und Tieren auf der Strasse (Pferde, Kühe, Schafe) muss man überall rechnen.

Menschen

Die Kirgisen sind ein sehr freundliches und neugieriges Volk. Beim Autofahren sind sie recht ungeduldig und es wird viel gehupt. Die meisten Kirgisen sprechen Russisch. Die jüngeren Leute können teilweise ein paar Brocken Englisch.

Tankstellen

Viele kleine kirgisische Tankstellen verkaufen minderwertiges oder verdünntes Benzin. Es empfiehlt sich, wenn möglich, nur bei Gazprom zu tanken. Zur Sicherheit sollte immer eine Notration Kraftstoff mitgeführt werden (Im Notfall bekommt man in kleineren Dörfern Benzin aus Kanistern – Qualität unbekannt). Richtige Tankstellen gibt es in grösseren Ortschaften direkt an den Fernstrassen. Benzin ist meist mit 80 und 92 Oktan verfügbar. 95/96 Oktan ist etwas seltener, Gazprom bietet es aber an (wenn es nicht gerade ausgegangen ist).

Beim Tanken wird zuerst der Zapfhahn eingesteckt, dann bezahlt (unter Angabe des Kraftstoffes, der Zapfsäule und der Literanzahl an Kraftstoff, die man tanken möchte) und anschliessend getankt. Man kann auch versuchen „polna“ (voll) zu tanken. Dazu einfach eine grössere Summe an der Kasse abgeben, nach dem Tanken erhält man das Rückgeld. Die wenigsten Tankstellen akzeptieren Kreditkarten.

Autowäsche

Es gibt viele Autowaschanlagen (Автомойка), in denen man sein Auto für etwa 400 Som waschen lassen kann – natürlich alles manuell.

Polizeikontrollen

Die Polizisten (Stöckchenschwinger) in Kirgistan sind eine Plage. Natürlich wollen sie immer etwas haben und meist erfinden sie irgendein Vergehen um zu kassieren. Wir haben uns ähnlich wie in Kasachstan verhalten. Nichts verstehen und klar zu erkennen geben, dass man nichts zahlt (ausser es ist einem bewusst, dass man etwas „verbrochen“ hat). Irgendwann geht allen Polizisten die Geduld aus und sie lassen einem mit einem freundlichen Schulterklopfen fahren.

Einreise / Registrierung

Die Einreise in Kirgistan ist für die meisten Europäer visumfrei. Für einen Aufenthalt bis zu 60 Tagen braucht es keine weiteren Dokumente ausser einen noch mehrere Monate über den Aufenthalt hinaus gültigen Reisepass. Sicherstellen, dass man bei der Einreise einen Stempel in den Pass bekommen hat! Eine Registrierung nach der Einreise ist nicht notwendig.
Bei der Einreise werden Fahrer und Beifahrer separat abgefertigt. Der Fahrer muss sich auch um die Zollabfertigung des Fahrzeugs kümmern, während der/die Beifahrer auf der anderen Seite der Grenze warten.