сараи вату, Reisende und russische VW-Bus-Fans

Nach der gestrigen Besichtigung von Astrakhan hatten wir für heute eine Bootsfahrt in das Wolgadelta geplant. Leider ist es für solche Bootsfahrten noch zu früh und wir wären wohl die einzigen Teilnehmer gewesen, was zu einem sehr hohen Preis geführt hätte. Daher haben wir uns entschieden Sarai Batu, der Nachbau der Hauptstadt der goldenen Horden aus dem 13. Jahrhundert zu besuchen. Bei der Abfahrt ist uns vor dem Hotel ein grosses Motorrad mit viel Gepäck und deutschem Nummernschild aufgefallen. Bald haben wir auch Nick den Besitzer des Motorrades kennengelernt. Mit ihm zusammen haben wir uns dann Richtung Sarai Batu aufgemacht. Mit Hilfe der Wegbeschreibung von einer freundlichen Polizeikontrolle und ein paar Kilometern über staubige Pisten haben wir Sarai Batu nach über einer Stunde erreicht.

Sarai Batu sieht ein bisschen aus wie eine Filmkulisse und wurde scheinbar auch schon als solche genutzt oder sogar speziell aus diesem Grund errichtet – so genau haben wir das nicht verstanden. Den grossen Glanz vergangener Zeiten haben wir nicht gespürt, aber es war trotzdem ganz eindrücklich. Leider wird die Anlage schlecht unterhalten und somit sieht man, obwohl sie erst 2010 gebaut wurde, schon starke Abnutzung.

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Nach einer angenehmen Unterhaltung und viel Austausch von Reise-Know-How mit Nick haben wir uns wieder auf den Rückweg nach Astrakhan gemacht.

Am Abend waren wir noch mit Andrei, einem VW-Bus-Fan, den wir auf der Internetseite des russischen VW-Bus Fanclub kennengelernt haben, verabredet und haben uns vor dem Hotel zur gegenseitigen Büssli-Besichtigung getroffen. Andrei war begeistert von unserem Bus und hat sofort alle Details erkannt und bestaunt. Er sagte, dass es in Russland sehr schwierig sei, Originalteile zu bekommen. Kein Wunder, denn was bei uns als „Schlachtbus“ ausgeweidet wird, fährt in Russland locker nochmals ein paar Jahre. Andrei selbst hat sogar ein paar Brocken deutsch gesprochen, aber zum Glück hat er seinen Sohn mitgebracht, der sehr gut Englisch gesprochen und somit für uns übersetzt hat.

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