Einmal quer durch Sibirien

Der Baikalsee rief uns und wir folgten seinem Ruf. In 3,5 Tagen sind wir durch die malerische Taiga, umrahmt von spektakulären Wetterkapriolen, von Novosibirsk nach Irkutsk gebraust.
Am ersten Tag regnete es eimerweise. Vor allem in den Städten war das Abwassersystem hoffnungslos überfordert (Gab es überhaupt eins? Wir haben keine Gullis gesehen…) und das Wasser stand teilweise 20 cm tief auf dem Asphalt oder rauschte in Sturzbächen an uns vorbei. Uns taten die russischen Fussgängerinnen in ihren Kleidchen und Stöckelschühchen Leid. Aber ehrlich gesagt war es auch ein bisschen lustig ;). Ach ja, und da Schadenfreude bekanntlich nicht ungestraft bleibt, tauchte wenig später unser schon aus einem früheren Spanien-Urlaub bekanntes Regenproblem auf: Der Motor schaltete ab. Der Motor liess sich zwar immer gleich wieder anstellen, aber nie lang, vor allem nicht im langsamen Stadtverkehr. So zündete Christian alle 50 m neu bis wir einen Parkplatz gefunden hatten. Dort liessen wir das Büssli eine gute halbe Stunde trocknen (es hatte mittlerweile aufgehört zu regnen). Danach fuhren wir – immer noch nicht flüssig – weiter. Ausserhalb der Stadt ging’s dann wieder gut. Dort war auch nicht so viel Wasser auf der Strasse. Am Abend auf einer „Avtostajanka“ (Autorastplatz) machten wir einen Zündkabel-Check, indem wir im Dunkeln bei laufendem Motor Wasser auf die Zündkabel sprühten und nach Funken Ausschau hielten. Zu sehen war nichts, aber wir tauschten trotzdem mal alle Zündkabel aus – ein Versuch war es Wert. Gleich am nächsten Tag, der wieder extrem viel Regen brachte, konnten wir unsere „Reparatur“ testen. Und tatsächlich, der Motor hat nicht abgestellt. Vielleicht hatte ja eins der Kabel wirklich einen Knacks.

 

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Etwa 250 km vor Krasnojarsk haben wir den 18-jährigen Vlad, der mit seinem grossen Rucksack auch in Richtung Osten wollte, aufgegabelt. Vlad schien die vorige Nacht nicht viel Schlaf bekommen zu haben, denn er verschlief fast die ganze Fahrt. Vielleicht lag es an dem heftigen Gewitter, das im Moment fast jeden Abend über Sibirien tobt und im Zelt sicher nicht so angenehm ist wie im Büssli.
Etwa 150 km vor Krasnojarsk bemerkten wir, dass unser Büssli (mal wieder) Kühlwasser verliert und fanden einen undichten Schlauchübergang. Da es nur wenig Wasser war und die Stelle nur schlecht erreichbar war, drückten wir alle vier Daumen (Vlad hat ja geschlafen) und fuhren erstmal weiter.
In Krasnojarsk haben wir Vlad, der mittlerweile ausgeschlafen hatte, ausgeladen und uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz gemacht. Es hat sich aber mal wieder herausgestellt, dass das in und um Grossstädte herum gar nicht so einfach ist. Noch dazu ist die Gegend um Krasnojarsk am Enisej-Ufer sehr hügelig und somit ist fast jedes befahrbare Stückchen Land besiedelt. Am Ende haben wie die Hoffnung auf ein idyllisches Plätzchen aufgegeben und uns auf den Parkplatz an der „Talstation“ eines kleinen (Ski-)Lifts im Süden der Stadt am Rande des Nationalparks gestellt. Da die Strasse eine Sackgasse war und lediglich zum Lift führte, hatten wir mit einer ruhigen Nacht gerechnet. Aber leider fanden auch ein paar Motorradfahrer die wenig befahrene Strasse toll, um dort ihre nächtlichen Runden zu drehen…

 

 

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Nach einer kurzen Nacht fuhren wir weiter Richtung Irkutsk. Als wir auf dem Parkplatz eines kleinen Supermarkts in Nischneudinsk anhielten und einen kurzen, prüfenden Blick unters Büssli warfen, sahen wir einen deutlichen Kühlwasserfleck. Mist! Zum x-ten Mal räumten wir das Büssli hinten aus, um in den Motorraum schauen zu können. Diesmal leckte es an einer anderen Stelle – auch hier an einem Schlauchübergang. Naja, das sollte eigentlich auch in einer kleinen Dorfwerkstatt zu reparieren sein. Also suchten wir uns eine der in jedem Örtchen zahlreich vertretenen Werkstätten aus, die gerade noch einen Platz frei hatte. Die Werkstatt befand sich etwa 100 m vom örtlichen Ballungszentrum der Autoersatzteilhändler (auch von diesen gibt es in jedem Dorf so einige) entfernt. Sehr praktisch, denn zuerst mussten wir auf die Suche nach einem Ersatzschlauch gehen – der war nämlich an der Befestigungsstelle eingerissen. Einen Schlauch mit den passenden Biegungen an den richtigen Stellen gab es natürlich nicht und so wurde in der Werkstatt ein bisschen gezaubert (ein Teil neuer Schlauch, ein Teil alter Schlauch, ein Metallrohr und zwei Brieden – und …puff… das Ersatzteil war fertig). Nun musste nur noch das bei der Reparatur verlorengegangene Kühlwasser aufgefüllt werden. Keiner der sechs Ersatzteilehändler hatte ein VW-Antifreeze. Wahrscheinlich hätte auch eins der vorrätigen japanischen Antifreeze funktioniert, aber wir wollten keine Experimente eingehen und füllten somit nur mit Wasser auf – es fehlte ja nicht viel.
Weiter ging die Fahrt. Die nächste Nacht verbrachten wir zwischen LKWs, Plumpsklo und Zapfsäulen auf einem Rastplatz-Parkplatz. Am nächsten Morgen: Das Büssli tropfte fröhlich vor sich hin… an der reparierten Stelle. Wir zogen die Schrauben an den Brieden nach. Den nächsten Tag durch hat’s gehalten – drückt die Daumen, dass es auch weiter hält!

 

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Am gleichen Abend noch – wir haben es selbst fast nicht glauben können – sahen wir plötzlich den Baikalsee vor uns! Ein grosses Zwischenziel ist erreicht. Wir haben einen wunderschönen Stellplatz abseits der Strasse in einem lichten Förenwäldchen mit Sicht auf den See und umgeben von vielen kleinen Blumen gefunden und es uns für’s Erste gemütlich gemacht. Es sieht hier fast aus wie im Hochgebirge, obwohl wir nur auf 600 m sind. Morgen geht es dann weiter auf die Insel Ochlon.

 

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TNT Express – „Sure we can“ …but why bother

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„sure we can“ Da sind wir uns nicht so sicher…

 

 

Unser nächstes Abenteuer hiess „Neue Zylinderköpfe nach Novosibirsk bringen“. Wir hatten uns für eine Nacht im Hostel Dostoevsky einquartiert, da wir unsere Visa noch registrieren lassen mussten. Ausserdem brauchten wir eine gute Internetverbindung zum Organisieren der Zylinderköpfe. Bei der VW-Bus-Werkstatt in Winterthur konnten sie alle benötigten Teile parat machen und ein Päckchen schnüren. Wir wollten es „wie gewohnt“ per UPS verschicken lassen, jedoch kam auf der Internetseite von UPS eine Fehlermeldung. Also haben wir die nächste UPS-Filiale in Novosibirsk herausgesucht – sie war glücklicherweise nur ein paar hundert Meter vom Hostel entfernt – und sind dort hinspaziert. Die Mitarbeiterin von UPS sprach sogar Englisch! Wir erklärten ihr unser Anliegen und sie erklärte uns die russischen Zollgesetze: Per Kurierdienst könne man Pakete nur von Unternehmen zu Unternehmen schicken lassen und dann auch nur, wenn der Warenwert 200 Euro nicht übersteigt. Ausserdem müsse das absendende Unternehmen allen Papierkram und die Zahlung der Transportkosten übernehmen. Pffff… Okay, „von Unternehmen zu Unternehmen“ war ja noch möglich, schliesslich sind die VW-Bus-Werkstatt und das Hostel jeweils ein Unternehmen. Aber das mit dem Warenwert war ein Problem und die Papierkram-Bürde wollten wir der VW-Bus-Werkstatt auch nicht auferlegen. Die Dame von UPS meinte dann noch, dass wir das Paket einfach mit der Post schicken könnten; das dauere zwar länger, aber dafür läge der maximale Warenwert viel höher und es könne auch von Privatperson an Privatperson verschickt werden.

Okay, dann also per Post. Sicherheitshalber haben wir bei der Post in der Schweiz angerufen und nachgefragt, wie lange unser Paket nach Novosibirsk hat. Die Post-Angestellte hat uns mit TNT verbunden, mit dem die Post bei dringenden Sendung zusammenarbeitet. TNT hat uns versichert, dass die Sendung kein Problem sei und innerhalb von etwa einer Woche in Novosibirsk ankommen würde. Na, wunderbar. Christians Papi hat sich lieberweise bereit erklärt, das Paket von der VW-Bus-Werkstatt abzuholen und zur Post zu bringen (ganz lieben Dank nochmal dafür!!!). Der Versand würde laut Pöstler allerdings dann doch 11 Tage dauern (trotz „Urgent“-Sendung). Naja, wir dachten, dass die Post einfach auf der sicheren Seite kalkuliert. Da unser Büssli ja noch ein bisschen fahren konnte, würden wir die Zeit schon sinnvoll verbringen können.

In der Sendungsverfolgung haben wir dann das Paket sogar schon am nächsten Tag in Moskau wiedergefunden. Leider kam dann auch gleich die Nachricht, dass wir bitte TNT kontaktieren sollten. Wir haben also bei TNT Schweiz angerufen und ein paar Stunden später eine E-Mail erhalten, die uns TNT Schweiz wiederum von TNT Moskau weitergeleitet hatte. Es gäbe Probleme bei der Verzollung unseres Pakets, da der Empfänger eine Privatperson ist. Deshalb müsse der Empfänger selbst für die Verzollung sorgen und folgende Dokumente der Zollstelle in Moskau vorlegen: 1. Pass-Kopie des Empfängers; 2. Bewerbung an den Moskauer Zoll; 3. Brief an die Zollstelle; 4. Kaufquittung der im Paket enthaltenen Waren. Da uns unklar war, wie genau die Punkte 2 und 3 aussehen und wohin genau wir all dies schicken sollten, haben wir an TNT Schweiz zurückgeschrieben. Als Antwort kam dann eine Telefonnummer von TNT Moskau und der Hinweis, dass das Paket auch in die Schweiz zurückgeschickt werden könne, was aber 3 Monate dauern würde. Haahaa! Also haben wir bei TNT Moskau angerufen und gefragt, ob die Person am Telefon Englisch spreche. Wir wurden weiterverbunden und haben erneut nach Englisch gefragt. Daraufhin wurde aufgehängt. …Hmpf…

Wir haben dann eine etwas böse Mail an TNT Schweiz geschrieben, dass sie uns jetzt verdammt nochmal weiterhelfen sollen. Wenn sie ihre Kunden schon nicht im Voraus über die nötigen Zollformulare informieren können, dann doch bitte wenigstens jetzt den Schaden so klein wie möglich halten und schnell fürschi machen! Es kam zwar eine Mail zurück, aber leider nur Aussagen, dass die russischen Zollbestimmungen ja so schrecklich strikt seien und dass TNT da ja gar nichts machen könne. Bitte?!? Scheinbar kann man ja schon etwas machen, man muss nur herausfinden, was genau. Und das ist unserer Ansicht nach eine der Kernaufgaben eines Kurierdienstes und nicht Aufgabe des viel zahlenden Kunden!

(15.7.14) Um irgendwie weiterzukommen, haben wir beschlossen, zur TNT Filiale in Barnaul zu gehen (wir waren in der Zwischenzeit aus Novosibirsk herausgefahren, um noch etwas von der Gegend zu sehen). Wir sind zu der Adresse, die im Internet angegeben war, gefahren. Dort stand ein grosses, offiziell ausschauendes Haus mit vielen Büros drin, die alle zu verschiedenen Einrichtungen/Unternehmen gehörten. Wir liefen durch die dunklen Flure und suchten nach dem richtigen Büro. Im ersten Stock stand Apothekerschrank an Apothekerschrank gereiht und die vielen kleinen Schubladen darin waren gefüllt mit Karteikarten (Was dort wohl so altertümlich verwaltet wird!?). Nachdem wir verschiedene Leute nach dem richtigen Büro gefragt haben und einmal ums Haus gerannt sind, haben wir erfahren, dass TNT Express nicht mehr in diesem Gebäude sei. Einer netter Herr hat für uns die richtige Adresse aus dem Internet gesucht. Dort sind wir hingefahren, haben aber nur eine schmale, holprige Strasse mit kleinen, klapprigen Holzhütten bei der angegebenen Hausnummer gefunden. Kein TNT Express. Nach einigem Herumlaufen und Durchfragen haben wir dann endlich die TNT Filiale gefunden! Sie hat sich in der Querstrasse zu der angegebenen Strasse in einem Hinterhof versteckt. Und dann auch noch unter dem Pseudonym „FedEx“… Sowas!

Die Dame in diesem geheimen TNT Büro hat länger hin und her telefoniert und uns schlussendlich die E-Mail-Adresse und Telefonnummer von Olga, die bei TNT Moskau arbeitet, gegeben. Wir haben Olga eine Mail geschickt. …und etwas später eine Ferienabwesenheitsmail (für die kommenden zwei Wochen) ohne Angabe einer Stellvertretung bekommen.

(16.7.14) Wir gaben nicht auf und haben es mit einem Anruf bei TNT Schweiz und einer Nachricht über das Kontaktformular von TNT Russland im Internet probiert. Dann sind wir mit der Hoffnung bei TNT Novosibirsk mehr zu erreichen zurück nach Novosibirsk gefahren. Kurz bevor wir dort ankamen, erhielten wir eine Mail von TNT Moskau mit genaueren Angaben und Formularen. Alles auf Russisch natürlich. Da wir ja schon vor der Tür von TNT Novosibirsk standen, haben wir die Mail den Damen im Büro direkt vorgelegt. Sie konnten glücklicherweise ein bisschen Englisch und haben uns beim Ausfüllen der Formulare sehr geholfen! Alleine hätten wir das selbst mit Google Translator wahrscheinlich nicht geschafft. Vor allem hätten wir wohl mindestens einen ganzen Tag damit zugebracht. Die TNT-Damen wollten sich auch um das Weiterleiten der Formulare kümmern, da sie im Original nach Moskau geschickt werden müssen.

(17.7.14) Etwa 20 Stunden lang haben wir geglaubt, dass wir nun endlich unseren Beitrag geleistet haben und jetzt alles seinen Lauf nehmen würde. Pustekuchen. Denn nach diesen etwa 20 Stunden kam eine Mail von TNT Novosibirsk. TNT Moskau ist scheinbar wieder eingefallen, dass sie die Verzollung für Privatpersonen ja gar nicht übernehmen! Das heisst, dass TNT Moskau unsere Formulare nicht für die nötigen Stempel an den Moskauer Zoll herüberreicht (wie sie es wahrscheinlich eh mit hunderten Dokumenten pro Tag machen), sondern dass wir selber mit all den Formularen durch Novosibirsk gurken müssen, um ein Zollamt zu finden, dass sich unserer erbarmt und stellvertretend für den Moskauer Zoll auf unseren Papierberg stempelt. Erst dann könnten die Dokumente nach Moskau geschickt werden. Und erst danach ist TNT Moskau wieder in der Lage einen Finger zu krümmen, um unser Paket weiterzuschicken. Netterweise hat uns TNT Novosibirsk die Adresse von der Zollbehörde herausgesucht (Wir nominieren TNT Novosibirsk übrigens zu den TNT-Mitarbeitern des Monats) und wir haben uns mit dem Taxi auf den Weg gemacht: Zuerst die Formulare von TNT Novosibirsk abgeholt, dann weiter zur Zollbehörde. Dort hat ein Zollbeamter stirnrunzelnd unseren Dokumentenberg durchgeschaut und einen Kollegen, der Englisch konnte, zu Hilfe gerufen. Der Kollege war sehr freundlich und musste über unsere Büssli-Reparatur-Abenteuer lachen. Nachdem er sich auch einen Einblick in die Dokumente verschafft hatte, meinte er, dass unser Problem zu lösen sei, wir bei ihnen bloss an der falschen Stelle seien. Er gab uns eine andere Adresse und meinte, dass wir dort am nächsten Morgen hinfahren sollten, um die benötigen Stempel abzuholen. Auf unsere Frage hin, ob dieser ganze Papierkrieg für ein kleines Paket normal sei, meinte er, dass bei dem Wert unseres Pakets gar keine Verzollung notwendig wäre. Eigentlich hätten die Zöllner in Moskau unser Paket einfach durchwinken können… Oh, Mann!

(18.7.14) Am nächsten Morgen machten wir uns also auf zu dieser Adresse irgendwo am Rande von Novosibirsk. Die Taxifahrt kostete 270 Rubel (~7 CHF) und dafür hatte das Taxi sogar funktionierende Sicherheitsgurte. In der Zollstelle trafen wir am Schalter auf Alexei, der schon gestern von einem der Zollbeamten über uns ins Bild gesetzt worden war. Er schaute unseren Stapel Papiere durch und nach einigen Fragen und Erklärungen sollten wir in der Wartezone Platz nehmen. Die Ordnung in diesem Betrieb war mal was Neues für uns. Im Vergleich zu den in Kasachstan und Kirgistan üblichen Drängler-Pulks vor den Schaltern lief hier alles sehr ruhig ab. Und wenn trotzdem jemand zu drängeln versuchte, gab es ein paar scharfe Worte von den Beamten. Nach rund einer Stunde Warten erhielten wir dann endlich unser abgestempeltes Zollformular. Man beachte die Menge an Stempeln, die insgesamt (scheinbar) nötig waren! Wenn jeder Stempel für einen Beamten steht, der unsere Dokumente studiert hat… na, dann Prost Mahlzeit. „Lean“ ist was anderes :-).

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Das Zollformular mit dem roten Stempel.

Mit dem Formular machten wir uns schnellst möglich auf zu TNT. Schliesslich lag unser Paket ja immer noch in Moskau und ohne dieses Formular würde es dort wohl auch nicht wegkommen. Bei TNT wurde uns dann versprochen, dass das Paket am Montag in Novosibirsk sei.

(21.7.14) Am Montag Morgen gingen wir als erstes bei TNT vorbei. Leider sei unser Paket noch nicht eingetroffen, aber am Dienstag Morgen käme es sicher.

(22.7.14) Am Dienstag Morgen haben wir erfahren, dass das Paket jetzt verzollt sei, leider aber erst am Mittwoch Morgen eintreffen werde.

(23.7.14) Am Mittwoch Morgen haben wir erfahren, dass das Paket nun unterwegs sei, leider jedoch erst am späten Abend eintreffen werde und wir es somit erst am Donnerstag Morgen abholen könnten.

Tja, so viel zum Thema TNT Urgent.

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Was TNT unter Urgent versteht. Und das lassen sie sich sogar teuer bezahlen!

 

Wir sind gespannt auf morgen…

Привет России

Nach einer Nacht auf einer Raststätte (автостоянка) an der lettisch-russischen Grenze haben wir gestern Morgen die Grenze nach Russland passiert. Eigentlich ging am Zoll alles ganz flott. Wir wussten ja schon den ungefähren Ablauf und somit hatten wir bald alle Stempel beisammen. Natürlich mussten wir auch das ganze Büssli zeigen und jede Kiste aufmachen. Alkohol und Lebensmittel waren den Zöllnern egal. Aber eine kleine Dose mit Sägemehl bei den Ersatzteilen war dann sehr verdächtig. Obwohl ich alle Ersatzteile, die ich von unserem Automechaniker bekommen habe, genau studiert hatte, konnte ich mich an diese Dose und vor allem deren genauen Zweck überhaupt nicht mehr erinnern. Nachdem alle Zöllner mal daran gerochen haben, sahen sie dann ein, dass es wohl weder was Gefährliches noch was Verbotenes ist. Nach rund 2 Stunden waren wir dann endlich in Russland angekommen.

Das nächste Nachtlager haben wir auf einem Campingplatz am See aufgeschlagen. Plumpsklo und Wasser aus der Tonne… tja, wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen. Willkommen in Russland 🙂