Mongolei

Wir hatten ein lässiges Wochenende im Oasis in Ulaanbaatar mit den anderen Schweizern. Der Kühlwasserschlauch war repariert und der Reifendruck gecheckt – wir waren parat für ein paar mongolische Sehenswürdigkeiten. Zuerst sind wir die Strasse in Richtung Osten gefahren, die uns zum riesigen, silbrigen Chingis-Khan-Denkmal führte. Im Inneren konnten wir bis zum Kopf von Chingis‘ Pferd hinaufsteigen, dem Chingis in die Augen schauen und die Aussicht geniessen. Im Sockel des Denkmals war ein kleines Museum mit Fundstücken aus der Bronzezeit und der Zeit von Chingis Khan (13. Jahrhundert) untergebracht. Vor dem Denkmal durften wir Touri-Adler und -Geier bestaunen – sogar von ganz nah.

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Nach einer Nacht in den Hügeln in der Nähe von Ulaanbaatar haben wir uns in den Norden aufgemacht, wo wir das buddhistische Kloster Amarbayasgalant anschauen wollten. Unterwegs kamen wir an einem der vielen Ovo’s vorbei. Um das Schicksal auf unserer Seite zu haben, haben wir gemäss der buddhistischen Tradition etwas Kleines am Ovo abgelegt, sind ein paar Mal darum herum gelaufen und haben uns was gewünscht. Hoffentlich geht unser Wunsch auch in Erfüllung 😉 Ganz gut haben uns die solarbetriebene Gebetsmühlen gefallen, die als Gabe auf den Ovo gelegt wurden.

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Sobald wir von der Strasse, die nach Erdenet führte, abgebogen waren, fuhren wir über die wahren mongolischen Pisten. So in der Art würde wohl der Weg durch die Mongolei aussehen, dachten wir uns. Solange der Weg über flache Wiesen führte, war es kein Problem und wir kamen mit etwa 35 km/h gut voran. Es gab aber auch ein paar Passagen auf dem Weg, in denen das Büssli sich durch tiefe Löcher, Querrinnen und über steile Anstiege quälen musste. Hätte es vorher ein paar Tage geregnet, hätten wir wohl teilweise echt Probleme bekommen. Aber so war es noch okay und wir haben es bis zum Kloster geschafft. Lediglich der Auspuff ist einmal zu fest aufgestossen und ist jetzt herzförmig. Naja, das ist ja auch ganz hübsch J. Ach ja, und den Keilriemen hat’s zerlegt. Glücklicherweise hatten wir aber Ersatz dabei und konnten ihn schnell ersetzen.

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Auf einem Hügel mit Blick auf das Kloster haben wir die Nacht verbracht. Das Kloster liegt in einem riesigen, flachen Tal, umgeben von „englischem“ Rasen soweit das Auge reicht. Mit vielen Rasenmäääähern und einigen im Tal verstreuten Jurten.

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Am nächsten Morgen haben wir das Kloster besichtigt. Es kam uns ziemlich ausgestorben vor. Wir haben bloss fünf etwa 10jährige Kloster-Schüler in roten Gewändern beim Singen angetroffen – ansonsten war das Kloster, abgesehen von noch ein paar anderen Touristen, leer. Das Kloster ist knapp 300 Jahre alt und hat die Zerstörungen der 1930er Jahre teilweise überstanden. Leider war es in keinem guten Zustand, aber trotzdem war die Architektur beeindruckend und die Atmosphäre besonders.

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Zusammen mit einem tschechischen Pärchen, dem wir den Fussmarsch zurück zur Hauptstrasse ersparen wollten, sind wir wieder zurückgeholpert. Dieses Mal wollten wir die üblen Passagen umfahren und haben einen anderen Weg genommen (es gibt in der Mongolei ja 1000 Wege zum gleichen Ziel). Er war einiges länger und nicht wirklich besser, aber wir haben es zurückgeschafft. Das war wohl die letzte Sandpiste auf unserer Reise (sieht man mal von ein paar Baustellenumfahrungen ab). So haben wir immerhin einen Eindruck bekommen, wie die Fahrt durch die Mongolei in etwas ausgesehen hätte. Ausserdem war es auch unser letzter Ausflug in der Mongolei, denn jetzt ging es wieder in Richtung russische Grenze. Noch eine Nacht an einem Fluss, wo wir ein französisches Rentnerpärchen im Wohnmobil getroffen haben, und dann fuhren wir auch schon auf die Grenze zu. Der Grenzübergang dauerte glücklicherweise nicht so lange wie befürchtet, wenn auch der mongolische Zoll wieder das reinste Chaos war – sehr lustig!

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