Von Moskau ans Kaspische Meer

In Moskau hatten wir nur einen kurzen Zwischenstopp auf dem Hotel-Camping eingelegt – vor allem, um unsere Visa registrieren zu lassen. Allerdings war dies zu diesem Zeitpunkt laut Rezeptionsdamen nicht möglich, da die Ämter wegen des 1.-Mai-Feiertags erst wieder am Montag, also in fünf Tagen, öffnen würden. So lange wollten wir nicht in Moskau verbringen, da unsere Visa für Kasachstan schon bald beginnen. Somit haben wir beschlossen, Moskau im nächsten Jahr mal übers Wochenende zu besuchen und dafür weiter nach Süden zu fahren.

Gesagt, getan – nur, so schnell ging es dann doch nicht, da sich (vermutlich wegen des Feiertags) eine riiiiiesige Blechlawine Richtung Süden wälzte. Und wir mittendrin. Das Problem waren vor allem die Mautstellen, vor denen wegen des grossen Andrangs eine Wartezeit von mindestens einer Stunde entstand. Und dafür zahlt man Maut… (nicht viel, aber immer wieder umgerechnet ein paar Franken). Wir standen also etwa alle 40 km für eine Stunde im Stau. Eigentlich wollten wir bis Voronesh fahren, haben es dann aber wegen der einbrechenden Dunkelheit nur bis etwa 100 km nördlich davon geschafft. Auf einem aussergewöhnlich schönen und gepflegten Rastplatz haben wir einen der letzten Parkplätze ergattert. Der Rastplatz war sogar so schön, dass wir uns dort am nächsten Morgen eine genussvolle Dusche gönnen konnten :).

Weiter Richtung Süden nach Wolgograd. Dort stand unser allererster Besichtigungstermin an (endlich!): Der Mamayev Kurgan mit der 85 m hohen Mutter-Heimat-Statue (Rodina-Mat) zum Gedenken an die Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg – sehr imposant. Obwohl es sich bei dem Ganzen ja um ein sehr ernstes Thema handelt und auf grossen Tafeln der gefallenen Soldaten gedacht wird, ist es wegen des vielen gepflegten Grüns darum herum ein beliebter Platz für Russen, um Hochzeitsfotos zu schiessen.

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Heute sind wir in Astrakhan angekommen. Man sieht mehr asiatisch aussehende Leute auf den Strassen, aber ansonsten ist das Stadtbild nicht gross anders als in den anderen russischen Städten, die wir gesehen haben. Sehenswürdigkeiten sind unter vor allem der aus dem 16. Jhd. stammende Kreml und die selbst am Sonntagabend quirlige Wolga-Uferpromenade.

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2 Gedanken zu “Von Moskau ans Kaspische Meer

  1. Schön immer wieder von Euch zulesen. Wie geht es Euch mit der Sprache und dem lesen oder allgemein mit der Verständigung?
    Gruss Tanja

    • Hoi Tanja

      Unserer Russischkenntnisse verbessern sich von Tag zu Tag. Das Benzintanken und die Polizeikontrollen (Russische Polizisten sind sehr neugierig…) können wir nun schon ohne grosse Probleme bewältigen. Nur die Suche nach geeigneten Schlafplätzen ist immer ein wenig kompliziert. Es scheint, dass man uns da jeweils gar nicht verstehen will. Nur auf den Rastplätzen verstehen sie uns immer und verlangen auch sofort 100 Rubel…

      Gruss Christian

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