Der Weg nach Moskau

Weiter ging’s stramm gen Osten nach Moskau…
Der Strassenbelag wechselte zwischen Flickenteppich und aalglatt. Es wird viel an den Strassen gebaut. In der Nähe der Baustellen ist der Belag oft super – bis die Kante zur alten Strassen kommt.
Je näher wir an Moskau kamen, desto extremer wurde der Verkehr. Ausserhalb der grossen Städte wird „nur“ in den Gegenverkehr hinein überholt (glücklicherweise gibt es meist Standspuren zum Ausweichen und es herrscht nicht viel Verkehr), aber auf den Ringautobahnen von Moskau geht es echt chaotisch zu: Auf einem ca. 5- oder 6-spurigen Autobahnabschnitt fehlten die Fahrbahnmarkierungen komplett (Landebahn-Feeling); Rechts-Überholen ist Standard; Rückwärtsfahren bei verpassten Ausfahrten; auf dem linken Standstreifen (ja, auch links gibt’s einen kleinen Streifen, da der rechte eh als Fahrspur verwendet wird) drängten sich immer mal wieder Motorräder, Polizei- und Krankenwagen vorbei. Und Stau ohne Ende! Mittendrin immer mal wieder ein liegengebliebener LKW, an dem der Fahrer zwischen all den fahrenden Autos etwas zu reparieren versuchte (z.B. Reifenwechsel). Und hier und da natürlich auch mal wieder eine Baustelle.

Im Navi hatten wir die Koordinaten des Campingplatzes eingegeben. Da unser Navi allerdings nur die grossen Autobahnen in Moskau kennt und wir keine Karte von Moskau dabei haben, konnten wir uns nur an der recht ungenauen Beschreibung im Campingführer und an dem im Navi im Nirvana eingezeichneten Zielpunkt orientieren. Unglücklicherweise lag der Campingplatz auch noch direkt an einem Autobahnknäul. Jedes Mal, wenn wir von der Autobahn abfuhren, um in Richtung des Campingplatzes zu kommen, landeten wir auf einer anderen Autobahn, die uns wieder wegführte. Am Ende hatten wir auch ein Knäul aufm Navi. Aber wir haben ihn gefunden: Den Campingplatz… äh, naja, Parkplatz… beim RUSHOTEL. Der teuerste Campingplatz aller Zeiten, aber eben auch der einzige an unserer Route. Toiletten für die Camper gibt’s versteckt im zweiten Stock (über den Personalaufzug); leider keine Duschen. Dafür Strom, WLAN und die Geräuschkulisse der Groooossstadt Moskau. …Und eine wunderbar laue Sommernacht, die für eine tolle Atmosphäre sorgt.

4 Gedanken zu “Der Weg nach Moskau

  1. Wir sind knapp hinter Euch, wollen aber weiter in Richtung Mongolei. Wir sind vorauss. Ende Mai in Moskau. Wie viel habt Ihr denn für den „teuersten Campingplatz aller Zeiten“ hingelegt? VG und eine sichere Reise, Wir sind für alle Tipps dankbar

    • Hallo

      Der Camping in Moskau hat uns für 2 Personen 2400 Rubel gekostet. Ausstattung: Parkplatz mit Stromanschluss mitten im Autobahnkreuz. Toilette vom Servicepersonal zur Mitbenutzung irgendwo im zweiten Stock des Hotels. Keine Dusche aber dafür einen Shuttle Bus bis zur U-Bahn umsonst.

      Die Mongolei steht bei uns auch noch auf dem Programm. Wer weiss vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja noch.

      Grüsse aus Astrakhan

      • Autsch, das ist ne Menge. Da ist das Hotelzimmer dort fast günstiger als der „Campingplatz“. Nach dem Baltikum geht es für uns weiter Richtung Osten. Sind voraussichtlich Mitte Juli in der Mongolei. Wir werden nach ner „Blauen Rakete“ Ausschau halten.

        Viele Grüße aus Warschau

  2. Hallo ihr 2,
    Schon in Moskau?! Dann seid ihr ja bald da 😉 …
    Freu mich eure Reise hier verfolgen zu können und besonders, dass es euch gut zu gehen scheint. Bin schon gespannt auf weitere Berichte!
    LG

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